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Presseberichte SPD macht sich stark für ein soziales Friedrichshafen

geändert am 11.05.2009 von Kirsten Lichtinger
11.05.2009 - 21:02
FRIEDRICHSHAFEN (af) "Eine starke SPD für eine soziale Stadt" - mit diesem Slogan ziehen die Häfler Sozialdemokraten in den Kommunalwahlkampf. Gestern haben die Spitzenkandidaten das Wahlprogramm, die Plakate, Aufkleber und Kandidatenbroschüren vorgestellt

Neun Stadträte stellt die SPD derzeit im Gemeinderat, elf sollen es werden. Zumindest ist das der Wunsch von Roland Frank, der unangefochten als Spitzenkandidat ins Rennen geht. "Die Fraktion kann sich keinen besseren Vorsitzenden wünschen", sagte Heinz Tautkus. Auf dem zweiten Platz kandidiert Ortsvorsitzende Kirsten Lichtinger. Sie ist stolz darauf, dass es der SPD mit ihren drei Ortsvereinen gelungen ist, die Ortschaften personell und thematisch gut einzubringen, was vor allem im Hinblick auf die Abschaffung der unechten Teilortswahl wichtig war. Schließlich gibt es für die Ortschaften keine gesicherten Plätze im Gemeinderat mehr. Immerhin seien zwölf Kandidaten aus Ailingen, Kluftern und Ettenkirch auf der Liste, das sind 30 Prozent.

Acht von neun Stadträten kandidieren erneut, nur Gerhard Raichle hat sich zurückgezogen. Auch vom beruflichen Spektrum sieht sich die SPD ausgewogen vertreten mit 14 Angestellten, acht im öffentlichen Bereich Beschäftigen, zwei Geschäftsführern, vier Selbstständigen, neun Ruheständlern und zwei Auszubildenden. Mit sechs nicht deutschstämmigen Mitbürgern übertreffe die Liste jede andere in Sachen Integration und bilde deren Bevölkerungsanteil am besten ab.

Von wegen Parteienverdrossenheit, wie sie die Freien Wähler als Wahlkampfargument für sich reklamieren. "Die Liste voll zu kriegen, war für uns kein Problem", versicherte Lichtinger. Programmatisch versucht die SPD mit betont sozialem Profil zu punkten. Dieter Stauber, der als OB-Kandidat von seiner Wahlkampferfahrung zehren kann, nennt als zentrale Anliegen der SPD Bürgernähe und frühzeitige Einbindung der Bürger in politische Entscheidungen. Ganz oben stehen auch der Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder und die gesamte Bildungslandschaft. Die SPD will ein neues Jugendhaus anstelle der Molke, sie will sich um die alten Menschen kümmern, den Haushalt konsolidieren und tritt für einen möglichst raschen Bau der B 31- neu ein. Große Wahlkampfveranstaltungen sind nicht geplant. "Wir setzen auf den direkten Kontakt mit den Bürgern", sagt Stauber.

(Erschienen: Schwäbische Zeitung, 09.05.2009)



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Beitrag von Kirsten Lichtinger